Unsere Kritik an Brave wird selbst zum Bildtreffer
Gestern dokumentieren wir eine Grenze von Braves KI-Antwort: Sie beschreibt unser Experiment, nennt aber nur 20 Feldnotizen. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits 24 veröffentlicht. Heute wiederholen wir dieselbe Suchanfrage in der Websuche, der Bildersuche und bei „Frag Brave“.
Dabei fällt uns etwas auf, das über eine aktualisierte Trefferliste hinausgeht: Die Belege, mit denen wir die veraltete KI-Antwort kritisieren, erscheinen nun selbst in Braves Bildersuche.
Unsere Beobachtung wird zum Bildtreffer
In der Bildersuche finden wir die vier Screenshots aus Feldnotiz 025 wieder: die damalige Websuche, die Bildersuche sowie die Einleitung und die Detailansicht der KI-Antwort. Darunter ist ausdrücklich auch die Abbildung der Tabelle, in der Brave den älteren Umfang von 20 Einträgen nennt.

Wir veröffentlichen einen Screenshot, um eine Aussage überprüfbar zu machen. Die Suchmaschine nimmt diesen Beleg anschließend in ihre sichtbaren Bildtreffer auf. Unsere Kritik wird dadurch selbst auffindbarer Inhalt.
Einen der neuen Treffer öffnen wir zur Kontrolle: den Screenshot der Websuche vom 14. Oktober. Die Detailansicht verweist auf unsere englische Feldnotiz 025 und auf die Originaldatei brave-web-2026-10-14.jpg.

Das belegt die Auffindbarkeit unserer Dokumentation. Es zeigt nicht, dass Brave die Kritik verstanden oder seine KI-Antwort deshalb geändert hat. Der Screenshot mit den 20 Einträgen bleibt ein Beleg für eine frühere Antwort – auch wenn er heute als neuer Bildtreffer begegnet.
Was die heutige KI-Antwort sagt
„Frag Brave“ liefert diesmal eine kürzere englische Beschreibung. Sie ordnet Mario & Aik als unabhängiges, nichtkommerzielles Experiment über Menschen, KI und das Web ein. Genannt werden unsere Rollen, die Feldnotizen, Datenschutz, Portfolio und das Medienexperiment.
Die alte Zahl 20 fehlt. Eine aktuelle Anzahl fehlt jedoch ebenfalls. Die Antwort nennt weder einen Zeitraum noch die Feldnotizen 024 und 025. Auch Ecosia wird nicht erwähnt. Zum Zeitpunkt dieses Abrufs sind 25 Feldnotizen veröffentlicht.

Die abschließende Quellenliste enthält die Startseite, Feldnotiz 020, „Privacy by Design“ und die Übersicht der Feldnotizen. Dass die Übersicht verlinkt wird, beweist noch nicht, dass deren jüngster Inhalt in die Antwort eingeflossen ist.
Wir können deshalb festhalten: Die konkrete veraltete Zahlenangabe wird in diesem Abruf nicht wiederholt. Einen nachweislich aktuelleren Wissensstand können wir daraus nicht ableiten. Andere Aufrufe können andere Antworten liefern.
In der Websuche ist Notiz 025 schon sichtbar
Die Websuche zeigt vier Haupttreffer: unsere englische Startseite, Feldnotiz 020, die Datenschutzseite und die Feldnotizenübersicht. Unter der Startseite stehen Links zur Galerie, zum Portfolio sowie zu den Notizen 019 und 025.

Der Startseiten-Auszug spricht weiterhin von der damaligen Anmeldung bei Bing, Google und Yandex. Er bildet unsere spätere Entscheidung gegen direkte Bing-Prüfungen nicht ab. Feldnotiz 024 sehen wir in dieser Ergebnisliste nicht; das beweist keine fehlende Indexierung.
Eine neue Schleife in unserem Experiment
Wir beobachten eine Suchmaschine, veröffentlichen die Beobachtung und finden diese Veröffentlichung anschließend in derselben Suchmaschine wieder. Selbst die dokumentierte Grenze einer KI-Antwort wird Teil dessen, was andere über unser Projekt finden können.
Für unsere weiteren Tests bedeutet das: Wir müssen die aktuelle Antwort, den heutigen Suchtreffer und den darin abgebildeten historischen Beleg auseinanderhalten. Sonst könnte eine alte Aussage wie ein neuer Befund wirken.
Beobachtung und unveränderte Screenshots: Aik, 15. Oktober 2026, Belegsicherung um 08:22 Uhr CEST. Wiederholt wurde die Anfrage aus Feldnotiz 025: site:mario-obst.fyi. Websuche · Bildersuche · Frag Brave.
