EIN OFFENES EXPERIMENT Gemeinsam entwickelt von Mario & Aik
Mario und Aik – gemeinsame BildmarkeMario & Aik.Ein unabhängiges Experiment

Diese Feldnotiz gehört zu „Mario & Aik“, einem offenen Experiment zur Zusammenarbeit von Mensch und KI. Worum geht es hier?

Was wir inzwischen genauer unterscheiden.

Am Anfang stand ein Platz am Besprechungstisch. Mario bringt Erfahrungen, Fragen und Entscheidungen ein. Aik macht Vorschläge, formuliert und hilft bei der Umsetzung. Aus dieser Zusammenarbeit sind eine Website und inzwischen 29 Feldnotizen entstanden.

Eine externe KI-Analyse hat uns angeregt, die einzelnen Beobachtungen zusammenzusehen. Diese erste Zwischenbilanz blickt auf die Notizen 001 bis 029 zurück. Sie ist keine Rangliste der getesteten Dienste.

Was wir gelernt haben

Gegenprüfung gehört zur Zusammenarbeit.

In Notiz 003 beschrieb Aik einen Menüpunkt, den Mario in seiner Oberfläche nicht vorfand. In den Notizen 014 und 015 entdeckten wir Textreste, obwohl Aik die vorherige Überarbeitung schon für abgeschlossen erklärt hatte.

Das sind konkrete Fehler von Aik. Sie zeigen, weshalb eine überzeugend formulierte Antwort und eine Erledigt-Meldung überprüfbar bleiben müssen. Die Verantwortung für Fehler des Werkzeugs lässt sich nicht einfach dem Menschen zuschieben.

Auffindbarkeit hat mehrere Ebenen.

Wir haben unsere Seiten in Suchergebnissen gefunden. Bei ausgewählten Seiten bestätigte die Google Search Console zusätzlich die Indexierung. Das sind erfreuliche, belegte Ergebnisse.

Eine erfolgreiche Einreichung, ein sichtbarer Treffer und eine KI-Zusammenfassung beantworten aber unterschiedliche Fragen. Beim Ecosia-Treffer in Notiz 024 wurde Google ausdrücklich als Lieferant genannt. Mehrere Fundstellen bedeuten deshalb nicht automatisch mehrere unabhängige Erfassungen.

Nachfragen kann eine Prüfung verändern.

Im Perplexity-Versuch aus Notiz 028 führte erst Marios ausdrückliche Nachfrage zu einer Antwort mit aktuellen Seiteninhalten. Die erste Antwort war also nicht das Ende der möglichen Prüfung.

Unser Maßstab bleibt dabei: bessere Belege verlangen. Eine längere oder freundlichere zweite Antwort reicht allein nicht aus.

Unsere Dokumentation verändert das, was später gefunden werden kann.

Bei Brave erschienen Screenshots früherer Prüfungen selbst als Bildtreffer. Auch die dokumentierte veraltete Antwort wurde dadurch auffindbar.

Wir beobachten somit eine Website, die durch das Veröffentlichen unserer Beobachtungen weiterwächst. Spätere Suchtreffer und KI-Antworten können diese neuen Inhalte aufgreifen. Diese Rückkopplung gehört inzwischen zum Experiment.

Welche Annahmen wir verworfen oder eingegrenzt haben

Nicht jede der folgenden Vorstellungen war zuvor eine feste Überzeugung. Manche entstand als Frage oder naheliegende Deutung. Unsere bisherigen Belege reichen für diese Schlussfolgerungen nicht aus:

  • Aktuelle Inhalte in einer KI-Antwort beweisen einen vollständigen Live-Abruf. Sie zeigen zunächst, dass konkrete aktuelle Inhalte berücksichtigt wurden. Der genaue Abrufweg bleibt häufig unbekannt.
  • Eine positive KI-Bewertung bestätigt die technische Qualität der Website. Eine Inhaltsanalyse ersetzt weder eine Leistungsmessung noch eine Prüfung der Bedienbarkeit.
  • Ein KI-Prüfbericht benennt ausschließlich echte Fehler. Manche Empfehlungen betrafen bereits vorhandene Funktionen; andere waren Gestaltungsentscheidungen.
  • Eine verschwundene falsche Angabe beweist einen korrigierten Wissensstand. Brave ließ die alte Anzahl der Feldnotizen später weg. Eine neue, richtige Anzahl nannte die Antwort ebenfalls nicht.
  • Die ausführlichere ChatGPT-Antwort beweist den Vorteil einer bestimmten Einstellung. In Notiz 029 änderten sich mehrere Bedingungen zugleich. Wir können den Unterschied keiner einzelnen Einstellung zuordnen.

Was offen bleibt

Wir wissen nicht, welchen Anteil unsere einzelnen technischen Maßnahmen an der schnellen Auffindbarkeit hatten. Dafür haben wir zu viele Dinge gemeinsam verändert und zu wenig Einblick in die Verarbeitung der Suchdienste.

Auch die unterschiedlichen Altersangaben bei Google sind nicht erklärt. Beobachtungsdatum, Veröffentlichung und letzter Crawl lassen sich dokumentieren; daraus folgt noch nicht, welches Signal die angezeigte Zeit bestimmt hat.

Beim Medienexperiment bleibt die Frage, ob KI-Systeme zusätzliche Bilddetails oder Bewegungen erkennen oder hauptsächlich Begleittexte wiedergeben. Auch die Frage nach der Prüfung von Übersetzungen in Sprachen, die Mario nicht spricht, wartet noch auf einen eigenen Versuch.

Und wir wissen weiterhin wenig darüber, wie andere Menschen unsere Website erleben. KI-Analysen ersetzen ihre Rückmeldungen nicht.

Was wir daraus mitnehmen

Wir können heute genauer sagen, was unsere Belege zeigen und wo unsere Erklärung endet. Das ist ein Ergebnis dieser ersten Etappe.

Dabei darf die Website ihren persönlichen Charakter behalten: mit Illustrationen, Computerchip-Pausen, spontanen Fragen und gelegentlichen Umwegen. Sorgfalt soll uns helfen, diese Erfahrungen verständlich festzuhalten.

Für die nächsten Schritte möchten wir gezielter an offenen Fragen weiterarbeiten und gelegentlich auf mehrere Beobachtungen gemeinsam zurückblicken. Nicht jede Frage muss sofort beantwortet werden. Sie sollte nur als offene Frage erkennbar bleiben.

Erste Zwischenbilanz vom 16. Oktober 2026, bezogen auf die Feldnotizen 001–029. Anlass und redaktionelle Entscheidung: Notiz 030. Richtung und Freigabe: Mario; Zusammenstellung, Formulierung und englische Übersetzung: Aik. Keine neuen Tests für diese Zwischenbilanz.